Leitbild

Wer wir sind

Der Soziale Friedensdienst Kassel e.V. wurde 1984 als gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern und als Beschäftigungsstelle für Zivildienstleistende gegründet.

Das ursprüngliche Selbstverständnis war begründet in dem Grundsatz „was herkömmlich als Zivildienst verstanden wird kann nur als Friedensdienst konstruktiv gestaltet werden“. Die Umsetzung dieses Grundsatzes geschah in der Auswahl von geeigneten Einsatzstellen und der intensiven pädagogischen Beratung und Begleitung der dort eingesetzten Kriegsdienstverweigerer.

Durch die Veränderung der staatlichen Dienstpflicht hat sich der sfd heute auf die Durchführung von Freiwilligendiensten konzentriert.

Unser Anliegen

Der sfd setzt sich ein für Frieden und Gerechtigkeit und die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt. Er engagiert sich für eine bessere Verständigung zwischen Völkern und Kulturen, für die Gleichberechtigung in Bezug auf Geschlecht sowie soziale und kulturelle Herkunft.

Er fördert auf der Grundlage eines humanitären und gewaltfreien Weltbilds die zwischenmenschliche Toleranz und Solidarität, die Gewissenfreiheit und die Verantwortung der Menschen für eine soziale und ökologische Umwelt.

Das Kernstück des sfd-Anliegens ist die „Friedensförderung“ durch den Einsatz und die Arbeit der Freiwilligen und dessen Verlauf als Soziales Lernen. Hierunter ist ein organisierter und pädagogisch begleiteter Prozess zu verstehen. Die Eindrücke und Erfahrungen des Einsatzes werden in einem informellen Lernfeld in das Bewusstsein geholt und die Entwicklung der individuellen Fähigkeiten (Eigeninitiative, Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Kreativität, Kooperations- und Konfliktfähigkeit u.a.) gefördert.  Ebenso werden dabei auch ein Verständnis der eigenen Kulturverhaftung und der kritische Umgang mit Vorurteilen unterstützt.

Dies betrachtet der sfd als Herausforderung und Chance für alle Beteiligten gleichermaßen. Freiwillige, Einsatzstellen und sfd sind aufgerufen, diesen Erfahrungsraum zu gestalten, in dem das sozialpolitische Bewusstsein geschärft wird und gemeinsam Lösungen für Krisen und Konflikte entwickelt werden.

Frieden ist die Minimierung von Gewalt, die Minimierung von Ungerechtigkeit und die Minimierung von Unterdrückung und Ausbeutung.

`Soziale Friedensarbeit´ braucht anschauliche Beispiele und attraktive Lernorte. Seminarinhalte und Einsatzorte werden auch unter diesen Gesichtspunkten ausgesucht.

Der sfd sieht sein Engagement als Chance für persönliches Wachstum und bietet die Gelegenheit, den Freiwilligendienst als politisches Lernfeld zu begreifen. Im besten Fall entwickelt sich daraus ein konkretes und nachhaltiges Engagement für Frieden und soziale Gerechtigkeit.