Eine kleine Geschichte
des Sozialen Friedensdienstes Kassel


Der Soziale Friedensdienst ist eine Beratungsstelle für Kriegsdienstverweigerer, eine Trägerorganisation für den Anderen Dienst im Ausland, das Freiwillige Soziale Jahr im In- und Ausland, sowie den Europäischen Freiwilligendienst, sowie auch eine Einsatzstelle für den Zivildienst in Kassel und Umgebung.

Zur Zeit sind 17 ZDL, 12 FSJ`lerInnen im Inland, 27 FSJ`ler im Ausland
und 22 AdiA`ler hauptsächlich im Bereich Kinder und Jugendarbeit eingesetzt.

Anfang der
70er Jahre begann sich die evangelische Kirche deutlich von dem herkömmlichen Verständnis des Zivildienstes als Ersatz für nicht geleisteten Wehrdienst abzuwenden und mit der Gründung sozialer Friedensdienste die Kriegsdienstverweigerer in Ihrer Gewissensentscheidung auf andere Art ernst zu nehmen.
Als kirchliche Modelleinrichtung innerhalb der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, nahm so die Geschichte des sozialen Friedensdienstes in Kassel
1972 ihren Anfang.
Seit
1984 wird der Soziale Friedensdienst Kassel (SFD) als gemeinnütziger Verein geführt. Damals nahm er mit 15 Zivildienstleistenden (ZDL) den Einsatz auf. Die Bereiche in denen sie tätig waren reichten von Assistenz für Behinderte über mobile soziale Dienste, Kindergärten bis zu kulturellen Einrichtungen und Jugendhäusern in Kassel und Umgebung.

Mit den wandelnden Rahmenbedingungen: Verkürzung der Wehrpflicht, die Heraufsetzung der Tauglichkeitsgrenze und der Rückgang der Geburtenrate, sowie durch die neuen Möglichkeiten im Freiwilligendienst, veränderte sich der SFD kontinuierlich zu dem was er heute ist.

1996: Gründung der gemeinnützigen Tochtergesellschaft RUNDUM gGmbH.
Anerkennung als Träger für den „Anderen Dienst im Ausland! (ADiA) als Alternative zum Zivildienst in Deutschland.

1998: Übergang der Behindertenassistenz vom SFD in den RUNDUM.

2004: Anerkennung als Träger für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im
Ausland

2005: Anerkennung als Träger für das FSJ im Inland

2007: Start des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD)