In der ISB erhalten schwerstbehinderte Menschen aus einem Team von Helfer/Innen und ZDL`ern über große Teile des Tages oder rund um die Uhr eine persönliche Assistenz. Wir ermöglichen behinderten Menschen, unabhängig von der herkömmlichen Betreuung im Heim oder in der Familie, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen.
Der vom Zivildienstgesetz geprägte Begriff der Schwerstbehindertenbetreuung entspricht dabei nicht mehr dem heutigen Selbstverständnis und dem Bestreben nach einer möglichst unabhängigen Lebensweise unserer KundInnen. Daher heißt dieser Bereich in unserem Hause seit einiger Zeit "Individuelle persönliche Assistenz", kurz IPA und beschreibt damit viel treffender das Tätigkeitsfeld unserer IPA-Teams.
Während in der IPA ursprünglich ausschließlich ZDL eingesetzt waren, arbeiten seit einigen Jahren bei den Behinderten entweder gemischte Teams aus angestellten HelferInnen und ZDL`ern oder ausschließlich angestellte HelferInnen. Für den positiven Einstieg in die Zusammenarbeit zwischen Helfer/Innen/ZDL`ern und Kund/Innen in diesem Bereich ist die Wahlfreiheit von entscheidender Bedeutung.
Ein Kriegsdienstverweigerer wird z.B. erst zum Zivildienst bei uns einberufen, wenn sich beide PartnerInnen einig geworden sind. Dem gehen ein ausführliches Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen und oft auch ein Probetag voraus.
Unsere ZDL, wie auch alle übrigen HelferInnen in der IPA , geben pflegerische Hilfen beim Waschen, An- und Ausziehen Benutzen der Toilette usw. Sie sind zuständig für den Haushalt (Kochen, Spülen, Putzen), erledigen Einkäufe und Behördengänge, begleiten die/den Behinderte/n auf dem Weg zur Schule, Studium oder Arbeitsplatz und im Freizeitbereich. Der/die Behinderte bestimmt und organisiert seinen/ihren Alltag selbst, wobei die Helfer/Innen hier nur die fehlenden körperlichen Voraussetzungen durch ihren Einsatz ergänzen bzw. ersetzen.
Auch in der IPA findet eine regelmäßige Teambesprechung statt. Hier treffen sich die ZDLer und die HelferInnen eines/r Kunden/in unter Anleitung der Teamleiterin, beraten sich über Konflikte und Probleme, die in der oft intensiven Assistenz bei dem Behinderten entstehen und planen in der Regel anschließend gemeinsam die Einsätze für den nächsten Monat.
In der IPA werden vom SFD zur Zeit 3 bis 5 Zivildienstplätze besetzt. Der Besitz eines Führerscheins der Klasse III ist je nach den Anforderungen der KundInnen Bedingung.